24.9.10

Ich habe bald Geburtstag.

Ich habe bald Geburtstag, und ich bin da in Kopenhagen, die Hauptstadt der Königreich Dänmark. Ich weiß nicht warum, ich verstehe nicht wie, aber ich habe Lust zu schreiben. Ich habe bald Geburtstag, und ich bin da, im Flughafen. Ich warte auf einen Freund. Er kommt mit mir meinen Geburtstag in Kopenhagen feiern.
Habe ich "Geburtstag" geschrieben ? Tut mir Leid, ich wollte "Geburtswoche" schreiben. Warum "-woche" ? Weil ich die Party in Kopenhagen anfänge, und ich in Paris in einer woche sie zu Ende mache.
Das ist meine 4. "Geburtswoche" seit 2007. Ich denke auch, dass ich mein nächstes Ziel wahlen sollte. Ich möchte gern nächtes Jahr in Südamerika oder in Afrika anfangen, aber jetzt weiß ich nicht, wo ich werde sein, und wie viel Geld werde ich haben.
Ich sollte wirklich darüber überlegen.

20.9.10

Wenn ich meinen Namen sage, glauben die Leute mir nicht.


Ich bin Franzose. Seit einigen Monaten lebe ich in Norddeutschland. Das Leben hier ist toll. Ich mag die Stadt, ich mag die Leute. Aber ich habe ein großes Problem : wenn ich meinen Namen sage, glauben die Leute mir nicht.
 Warum glauben sie mir nicht ? Wegen meines deutschen Namens und weil ich schwarz bin. Die Menschen finden immer lustig, dass ein Farbiger aus Frankreich einen deutschen Namen haben kann, ohne deutsche Herkunft zu haben und ohne aus den ehemaligen deutschen Kolonien zu kommen.
Heute sage ich euch : "Nennt mich Alexandre Matthieu Jean François... Nennt mich Pierre Antoine Philippe Martin... Nennt mich wie ihr wollt, gebt mir einen franzosen Namen. Das wird besser für uns."

16.8.10

Ich denke immer daran.


An den heißen Sommertagen sitze ich fast immer an der Binnenalster. Dort kann ich überlegen.
Ich denke immer an den Weg, den ich machte, um hierher zu kommen. Ich denke auch an, was ich schon gemacht habe, an was ich machen will und auch wohin ich gehen will. Jetzt bin ich in der Perle des Nordens, dort lerne ich Deutsch, lerne ich neue Leute kennen, lerne ich eine neue Kultur kennen, usw. Ich wäre gerne in Monterrey in Mexiko, wegen einer Freundin, die ich in Hamburg kennengelernt habe, aber ich bin hier. (Aber diese Freundin hat mir versprochen, nächstes Jahr nach Hamburg wieder zu fliegen.)

Ich denke an meine Familie, ich denke an meine Freunde, die mir weit weg sind. Ich vermisse sie. Jeden neuen Tag vermisse ich sie. Aber ich schäme mich, da ich mich in Hamburg (fast) zu Hause fühle.

Ich weine nicht, ich habe es gewollt, ich habe die Entscheidung eines Lebens unterwegs getroffen. Ich schreibe meine Geschichte so, ich bin ein Globetrotter, ich bin immer unterwegs. Aber die Frage bleibt : wo will ich eigentlich hin? Manchmal hätte ich gerne einen Zielpunkt. Am Ziel hätte ich gerne eine Familie, eine schöne tolle Wohnung in der schönsten Stadt der Welt, eine gute Arbeit, ein bisschen Geld, damit wir - ich und meine Familie - reisen könnten, Freunde, Liebe, Glück, Spaß... Ich erwarte viel.
Ich denke daran, ich denke immer daran. Ich denke immer ans Ziel meines Lebens.